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Magnetresonanztomographie - MRT

Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspin genannt, ist ein Verfahren, mit dem ohne Anwendung ionisierender Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen) Schnittbilder des menschlichen Körpers angefertigt werden. Diese Bilder werden mittels Magnetfeld (dessen Stärke ein Vielfaches des Erdmagnetfeldes beträgt) durch das Einstrahlen von Radiowellen erzeugt. Nach derzeitigem Wissensstand sind schädliche Auswirkungen durch dieses Verfahren auf den menschlichen Körper nicht bekannt.

Ziel der Untersuchung ist die Darstellung von Schnittbildern des menschlichen Körpers unter Einsatz von Magnetfeldern und Radiowellen. Die Magnetresonanztomographie eignet sich zur Untersuchung krankhafter Prozesse in den Bereichen Gehirn und Rückenmark, zum Nachweis oder Ausschluß von Tumorerkrankungen oder Gefäßerkrankungen, sowie Wirbelsäule und Gelenke (Knie-, Hüft- und Sprunggelenke, Schulter-, Ellbogen-, Handgelenke wie auch Kiefergelenke). Sie ist eine bevorzugte Methode zur Früherkennung von Erkrankungen des Knochenmarks (Metastasen, Knochentumoren).


Worauf Sie vor, während und nach der Untersuchung achten sollten :


>>>! Von der Untersuchung ausgeschlossen sind Patienten, die einen Herzschrittmacher oder eine feste Hörhilfe (Cochlear- Implantat) tragen.

>>>! Vorsicht ist geboten: Nach Implantation von Medikamentenpumpen, nach Operationen am Kopf wegen Gefäßmißbildungen oder Gehörknöchelchenersatz, Granatsplitterverletzungen und Metallsplittern im Kopf.
Informieren Sie uns bitte unbedingt auch, wenn Sie am Herzen operiert sind, Metallplatten, Nägel oder künstliche Gelenke tragen, über eventuelle Metall-Implantate, Metallsplitter oder vorangegangene Operationen.

>>>! Vor dem Betreten des Untersuchungsraumes bitten wir Sie, alle Metallgegenstände z.B. Schmuck, Piercings, Gürtel, Geldstücke, Schlüssel, Taschenmesser, Uhr, Zahnprothesen, Hörhilfen, Brille, Haarspangen und auch Magnetartikel wie z.B. Scheckkarten, Kreditkarten, Parkkarte in der abschließbaren Kabine zu lassen. Verschiedene Kosmetika können Metallbeimischungen enthalten, wir bitten Sie daher, auch diese zu entfernen.


Zur Untersuchung werden Sie an eine röhrenähnliche Öffnung des Gerätes gefahren, das gut beleuchtet und belüftet ist. Die Gesamtuntersuchungszeit beträgt ca. 30 min, die einzelnen Messvorgänge jeweils 5 min. Währenddessen hören Sie anhaltend monotone Klopfgeräusche, verursacht durch die elektromagnetischen Schaltvorgänge. Mittels einer Sprechvorrichtung und einer Klingel bleiben wir mit Ihnen in Kontakt. Für eine optimale Untersuchung ist es unerläßlich, dass Sie während der gesamten Zeit möglichst ruhig liegen. Bei Untersuchungen des Kopfes sollten Augen und Gesichtsmuskeln nicht bewegt werden, da selbst kleinere Bewegungen das Bild zerstören und eine Beurteilung unmöglich machen.
Unter Umständen ist zur genauen Abklärung des Befundes die Gabe eines Kontrastmittels in eine Armvene erforderlich. Die zur MRT verwendeten nicht-jodhaltigen Kontrastmittel sind im allgemeinen gut verträglich, Nebenwirkungen sind extrem selten.


>>>! Nach der MRT-Untersuchung sollten Patientinnen, die eine Spirale tragen, deren exakten Sitz von Ihrem Gynäkologen überprüfen lassen.